Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)

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Trauer-Rosenkäfer bei der Paarung

Diese Käfer wurden Anfang April auf einer Wiese am Stadtrand entdeckt. Auf so gut wie jeder Löwenzahn-Blüte war ein solcher Käfer vorhanden. Sie ähneln in ihrem Aussehen den Zottligen Rosenkäfern, und gehören wie diese auch der Familie der Blatthornkäfer an. Die Tiere erreichen eine Körperlänge von 8-10 mm und besitzen zahlreiche weiße Markierungen auf ihrem gesamten Panzer und dem Unterkörper. Der Panzer von Jungtieren ist mit vielen borstenartigen Härchen bedeckt, die sich mit zunehmendem Alter jedoch abtragen.

Die Tiere bevorzugen warme Gebiete und kommen oft in Nordafrika, dem Mittelmeerraum und in Teilen Asiens vor. Man kann sie auf Wiesen, Steppenheiden und in der Nähe von Waldrändern sehen. In Südwestdeutschland kommen sie selten vor. Aktiv sind die Käfer  von Mai bis Juli. Dank des warmen Frühlings sind sie jedoch schon früher aus ihrem Winterschlaf erwacht.  Die Insekten ernähren sich von Blütenpollen, ihre bis zu 30 mm großen Larven bevorzugen Pflanzenwurzeln. Nach der Verpuppung schlüpfen die Käfer im Herbst, verbringen die Zeit bis zum nächsten Frühling dann im Boden. In einigen Bundesländern gilt der Käfer als sehr gefährdet.

Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)
Erwachsener Käfer mit so gut wie nicht vorhandener Rückenbehaarung – Quelle

Zottiger Rosenkäfer (Tropinota hirta)

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Junger zottiger Rosenkäfer

Dieses Insekt wurde Anfang April dieses Jahres auf einer Wiese entdeckt. Auf einer Löwenzahnblüte hat er Pollen gesammelt, wobei Pollen gelbblühender Blumen seine Hauptnahrung bilden. Durch seine matt-schwarze Färbung kann er auf hellen Blüten leicht erkannt und beobachtet werden. Der Käfer gehört der Ordnung der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) und kommen in Süd- und Mitteleuropa, aber auch in Kleinasien und Nahem Osten vor. Er bevorzugt warme Gebiete und ist auf Wiesen der Oberrheinebene besonders häufig zu sehen. Die Larven des Käfers ernähren sich vom modernden Holz oder Humus.

Erwachsene Käfer werden ca. 8-11 mm lang. Man erkennt die Tiere anhand ihrer schwarzen Färbung, der Behaarung auf dem Panzer und den weißen Markierungen auf der Oberseite der Flügel. Sie können vom April bis Juni beobachtet werden. Der Käfer ist in seinem Aussehen dem Trauerrosenkäfer sehr ähnlich. Dieser besitzt jedoch ausgeprägtere weiße Markierungen, welche über den gesamten Panzer verteilt sind.

Käfer als Haustiere halten

Rosenkäfer sind leicht zu Hause zu halten. (Fotos: Martin Höhle)
Rosenkäfer können in einem Terrarium gehalten werden – Quelle

Käfer sind faszinierende, aber auch relativ pflegeleichte Insekten und können in der Wohnung gehalten werden. Man braucht dafür einen großen Behälter, wie beispielsweise einen Terrarium, welchen man mit Erde, Pflanzen, Blüten, Laub und Ästen füllt. Man schafft somit einen für die Tiere natürlichen Lebensraum.

Für die Haltung eignen sich Käferarten wie Rosenkäfer (erreichen eine Körperlänge von ca. 3 cm, siehe Bild 3) oder auch Hirschkäfer (erreichen eine Körperlänge von bis zu 12 cm, zu sehen auf Bild 5). Der Lebenszyklus der Tiere ist relativ kurz, sie leben meist nur wenige Monate bis zu 2 Jahren, davor jedoch einige Zeit als Larve unter der Erde (Siehe Bild 2).

Die Larve eines Rosenkäfers, ist der Larve eines Maikäfers sehr ähnlich – Quelle

Je größer ein Insekt ist, desto seltener fliegt er in der Regel, denn sie können durch die lauten Fluggeräusche oft sehr schnell von Feinden entdeckt werden. Deshalb verbringen große Käfer wie die männlichen Hirschkäfer ihr Leben meist an einer Stelle, in der Nähe von einer Futterquelle. Die weiblichen Hirschkäfer verbringen die meiste Zeit unter der Erde. Als Futter dienen Käfern Obst, Früchte, oder auch spezielles Käferfutter.

Ein erwachsener Rosenkäfer – Quelle
Die Larve eines Hirschkäfers – Quelle
Ein erwachsener Hirschkäfer – Quelle

Buchen-Streckfuß/ Buchenrotschwanz (Calliteara pudibunda)

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Ein männlicher Falter – Quelle

Eine Raupe (Bild 2) dieses Schönen Falters wurde im Oktober letzten Jahres auf einem Parkplatz nahe eines kleinen Parks entdeckt. Das Borstenmuster dieser Raupe ist sehr speziell. Typisch für den Buchen-Streckfuß sind die auffällig grun-gelb gefärbten Borstenhaare, welche am Rücken 4 dicke Borstenpinsel bilden. Die Farbe wird mit dem zunehmenden Alter der Raupe intensiver, man trifft auch rot oder braun gefärbte Exemplare. Man erkennt auch einen charakteristischen Büschel längerer dunkler gefärbter (meist roter oder orangener) Borsten am Körperende. Auch an dem auffällig schwarzen Nackenfleck lässt sich die Raupe identifizieren. Im zusammengerollten Zustand ist die Schwarze Färbung dann zwischen allen Körpersegmenten sichtbar. Die Raupen häuten sich von Zeit zu Zeit, dabei kann es vorkommen dass nach der Häutung die Borstenfarbe sich komplett verändert und z.B. zu hellgrau oder braungrau wechselt. Diese Raupen kann man von Juli bis Oktober beobachten. Im Herbst verpuppen sich und überwintern am Boden zwischen dem Laub, der Falter schlüpft dann im Frühjahr.

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Eine erwachsene Raupe des Buchen-Streckfuß

Es lässt sich somit sagen, dass es sich bei der gefundenen Raupe um ein erwachsenes Exemplar handelt, welches sich bald verpuppen wird. Diese erreichen eine Größe von bis zu 5 cm. Die weiblichen Raupen erreichen eine größere Länge als die männlichen. Eine junge Raupe ist dagegen kleiner, besitzt weniger dichte Borsten, welche dafür viel länger sind. Auf dem 3. Bild sieht man eine solche Jungraupe, welche sich ein Sicherheitspolster gebaut hat, um sich besser am Blatt festhalten zu können.

Junge Raupe – Quelle

Bei erwachsenen Faltern kann man die weiblichen Tiere von den männlichen sehr einfach unterscheiden. Die männlichen Falter besitzen auffällige stark gekämmte Fühler (siehe Bild 1), die Weibchen dagegen dünne und fadenartige. Die Weibchen sind in der Regel größer und heller gefärbt als Männchen. Die Flügelspannweite der Tiere reicht von 37 bis 67 mm. in der Ruheposition strecken die Falter ihre auffällig dicht behaarten und langen Vorderbeine nach vorne. Dieser Haltung verdanken die auch ihren Namen. Die Falter kommen sowohl in ganz Europa, als auch in Teilen des Mittelmeerraums und im hohen Norden vor. Ihr Lebensraum beinhaltet Wälder, Gärten, Parks oder Hecken. Sie sind nachtaktiv und können mit Licht angelockt werden, wobei die Männchen stärker vom Licht angezogen werden.

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Falter in Ruheposition – Quelle

Große Grasbüscheleule/ Wurzelfresser (Apamea monoglypha)

Erwachsenes Tier – Quelle

Die Raupe dieses Schmetterlings wurde im April auf einem Gehweg nahe einer Wiese in der Stadt entdeckt.  Anhand des Hautmusters und der Farbgebung kann man erkennen, dass es sich um eine Raupe der Grasbüscheleule handelt. An einem dunkel gefärbten Segment am Hinterleib erkannt man, dass die Raupe sich bald verpuppen wird (siehe Foto). Als Nahrung dienen den Raupen verschiedene Gräser und Wurzeln. Die Raupen schlüpfen etwa im Juli, wobei sie als Raupe überwintern und sich im Frühjahr des nächsten Jahres in der Erde verpuppen. Diese Raupe war also vermutlich auf dem Weg, sich eine geeignete Erdhöhle zu finden um sich zu verpuppen.

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Raupe der Grasbüscheleule

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von bis zu 57 Millimeter und kommen in unterschiedlichen Grundfarben vor, zum Beispiel in graubraun, ockergelb, dunkelbraun oder mittelbraun. Das Tier ist in Deutschland und auch in ganz Europa weit verbreitet. In der Alpenregion kommt er auf Höhen von über 2500 Metern vor. Auch in Asien ist der Falter anzutreffen. Der typische Lebensraum des Falters sind Wiesen, Wälder, Weiden oder auch Parkanlagen und Gärten. Die Grasbüscheleule ist nachtaktiv und wird von künstlichen Lichtquellen angezogen. Die Flugzeit umfasst Mai bis Oktober, es gibt aber auch spätere Generationen.

Abendpfauenauge (Smerinthus ocellata)

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Dieser Schmetterling wurde am 07.2016 um die Mittagszeit auf einer Wiese in der Nähe eines Waldweges entdeckt. Dieser befindet sich in der Nähe eines Flusses. Identifizieren kann man das Tier gut an einem braunem Streifen, welcher sich an seinem Rücken entlang zieht. Nach einer Recherche stellte sich heraus, dass es sich dabei um ein Abendpfauenauge handelt. Tagsüber kann man diese Falter in einer solchen Ruheposition finden. Durch ihre Farbe können sie sich gut im trockenem Graß oder auf Baumrinde tarnen. Sie kommen häufig an feuchten Waldrändern und im Ufergebüsch  vor.  Er bevorzugt also vor allem die feuchten Lebensräume. Man kann auch die für den Falter typische Krümmung des Hinterleibes erkennen.

Fühlt sich der Falter bedroht oder wird er angegriffen, wie etwa durch einen Vogel, breitet er seine Flügel aus. Dabei wird die Typische Markierung sichtbar, welcher der Falter auch seinen Namen verdankt. Diese erinnert an das Muster der Pfauen-Federn. Der Falter bewegt dabei auch seinen Körper um den Feind in die Flucht zu schlagen.

Abendpfauenauge
Haltung bei Gefahr – Quelle

Die Flugzeit dieses Falters dauert von Mai bis Ende Juli an.Seine Flügelspannweite beträgt bis zu 8 cm, die Raupen werden ebenfalls so lang. Die Raupen sind zwischen August und September an niedrigen Büschen zu finden. Mit der Zeit nimmt die Raupe eine rosa/braune Farbe an, und sucht sich einen passenden Verpuppungsort auf dem Boden. Dort überwintert sie dann.

Bildergebnis für Abendpfauenauge raupe
Die Raupe eines Abendpfauenauges – Typisch ist das längliche „Horn“ auf seinem Hinterleib. – Quelle